Seniorenbeirat Kiel
Tipps zu Ihrem Schutz! - Beirat für Seniorinnen und Senioren

Tipps zu Ihrem Schutz!

Alarmmelder für die Hosentasche

https://www.vergleich.org/taschenalarm

(auf ausreichende Lautstärke von mindestens 130 db achten, Akkugeräte sind teurer, sparen aber Batterien)

Schriller Ton bei Überfall oder Sturz: Mini-Gerät liefert bis zu 130 Dezibel – Seniorenbeirat Kiel verteilt 150 Exemplare für den Ernstfall

Er ist zwar klein, aber er macht ein ohrenbetäubendes Geräusch, wenn er aktiviert wird: Der Taschenalarmmelder ist unüberhörbar. Dieser kleine Freund am Schlüsselbund oder am Arm kann notfalls so richtig laut werden. Mit bis zu 130 Dezibel erzeugt das kleine Gerät einen lauten wie schrillen Ton: Es soll potenzielle Angreifer verjagen.

Vor allem älteren Menschen soll der Taschenalarmmelder in Notfallsituationen helfen, auf sich aufmerksam zu machen. Der Seniorenbeirat Kiel hat das kleine „Wunderwerk“ sogar für so gut befunden, dass er nun 150 Stück davon aus seinem Etat finanziert hat, um diese in Senioreneinrichtungen kostenlos zu verteilen.

Die Bedienungsanleitung ist auf Englisch, aber der Taschenalarm ist so einfach zu aktivieren, dass es keine große Erklärung braucht:

Kurzanleitung Taschenalarm Bestimmungsgemäßer Gebrauch
Der Taschenalarm dient als kleine Taschenlampe und Sicherheitsalarm für den Alltagsgebrauch. Mit ihm können Sie in Notfällen auf sich aufmerksam machen.

Inbetriebnahme: Entfernen Sie die Batteriesicherung – ein kleiner Plastikstreifen am Gerät.
LED Leuchte: Durch Drücken des kleinen Knopfes leuchtet die LED-Lampe.
Sicherheitsalarm: Ziehen Sie den Metallstift (mit der großen Schlaufe) aus dem Sicherheitsalarm. Achtung: Sehr lauter Alarmton ertönt! (bis 140db) Durch Zurückstecken des Stiftes wird der Alarmton abgestellt. Durch erneutes Herausziehen aktivieren Sie den Alarmton wieder.
Achtung: Das Gerät enthält Batterien. Diese lassen sich austauschen. (Alte Batterien bitte sachgemäß entsorgen).

Egal ob Überfall oder Sturz: Wichtig ist, dass ältere Menschen in Notfallsituationen auf sich aufmerksam machen können.

Das Sicherheitsgerät eignet sich nicht nur für ältere Menschen: Auch Frauen, Kinder und Jogger nutzen den Alarm, um sich zu schützen. Besonders in der Dunkelheit kann ein einsamer Spaziergänger leicht zum Opfer eines Überfalls werden. Experten raten dazu, den Alarm unbedingt nah am Körper – etwa in der Hosen- oder Jackentasche oder am Band – zu tragen, um ihn im Notfall schnellstmöglich auslösen zu können: Ein Angreifer wird seinem Opfer kaum die Zeit geben, in der Handtasche oder im Rucksack herumzuwühlen.

Quellenangabe: Kieler Nachrichten vom 23.02.2023, Seite 27


Mühseliger Kampf gegen Telefon-Betrüger

LKA zählt knapp 3000 Enkeltrick-Fälle im vergangenen Jahr – Kaum Hinweise auf Kriminelle

Schleswig-Holstein gerät immer mehr ins Visier von Betrügern: Durch die Enkeltrick-Masche über den Kommunikationsdienst Whatsapp oder per SMS haben Kriminelle im vergangenen Jahr rund 1,7 Millionen Euro erbeutet. Nach Angaben des Landeskriminalamts (LKA) sind allein im Jahr 2022 insgesamt knapp 3000 Fälle angezeigt worden. In 575 davon waren die Betrüger mit ihrer Masche erfolgreich. Hinzu kommt eine unbekannte Dunkelziffer an Fällen.

Besonders zum Ende des Jahres intensivierten die Täter ihre Bemühungen. Das LKA registrierte in den Monaten November und Dezember in Schleswig-Holstein 698 Versuchstaten. Regionale Spitzenreiter waren die Gebiete der Polizeidirektion Bad Segeberg mit 165 Fällen, gefolgt von den Bereichen der Polizeidirektionen Lübeck (160) und Kiel (144). In 140 Fällen waren die Betrüger in den letzten beiden Monaten des Jahres erfolgreich. Der Gesamtschaden bei diesen Fällen betrug 427 572 Euro – durchschnittlich etwa 3000 Euro pro Tat.

Auffällig: Im Januar und Februar war die Betrugsmasche in Schleswig-Holstein noch eine Rarität. In allen Polizeidirektionen des Landes lagen die Fallzahlen im einstelligen Bereich. „Landesweit hat es ab März 2022 einen gravierenden Anstieg der vollendeten Taten gegeben. Seitdem kam es monatlich zu rund 50 bis 70 Vollendungen“, sagt LKA-Sprecherin Carola Jeschke. Da oftmals weiter ermittelt werde, könne sich die Datenbasis noch verändern, ergänzt Jeschke. Das LKA fasst die Zahlen von Whatsapp- und SMS-Betrug zusammen. Denn nach einer ersten Kontaktaufnahme per SMS wechseln die Betrüger meist auf den weltweit führenden Kommunikationsdienst.

Über eine für die Opfer bisher unbekannte Nummer nehmen die Betrüger Kontakt auf. „Hallo Mama, mein Handy ist kaputt. Das ist meine neue Handynummer“: Mit solchen oder ähnlichen Nachrichten beginnt die Betrugsmasche. Ziel der Kriminellen ist es, die Opfer im Laufe einer Konversation über eine Kontonummer zur Überweisung eines Geldbetrags zu bewegen.

Obwohl bei angezeigten Fällen die genutzten Handynummern und Kontodaten bekannt sind, lassen sich kaum Rückschlüsse auf die Täter ziehen. „Trotz Kontonummer ist die Nachverfolgung eines bereits überwiesenen Betrags kaum möglich. In der Regel wird das überwiesene Geld vom ersten Konto sofort mehrfach weitertransferiert, um den Weg zu verschleiern“, sagt LKA-Sprecherin Jeschke. Nicht selten lande das ergaunerte Geld im Ausland.

Und auch die von den Tätern genutzten Handynummern stellen die Polizei bei ihren Ermittlungen vor Probleme. Denn die Betrüger wissen, wie sie ihre Identität ganz einfach verschleiern können. „Die Anschlussinhaber sind in den allermeisten Fällen nicht existent, oder die Anschlüsse mit falschen Personalien hinterlegt“, berichtet Jeschke.

Quellenangabe: Kieler Nachrichten vom 16.01.2023, Seite 1


Wie verhalte ich mich wenn Kriminelle meine Identität stehlen?

Öffnen Sie keine verdächtigen E-Mails und erst recht keine Anhänge. Auch aktuelle „echte“ E-Mails sind keine Garantie. Deshalb genau lesen und prüfen ob der Inhalt zum Absender passt. Merkmale für Betrug sind: Falsche Anrede, oder der Sprachstil passt nicht zum angeblichen Absender. Leider werden gerade ältere Menschen zum Ziel der Kriminellen. Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.


Polizeiliche Kriminalprävention

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Themen sind u.a.


Auch die Verbraucherzentrale gibt Tipps und berät, wenn es bereits schief gegangen ist.

Verbraucherschutz Unerwünschte Werbeanrufe – was tun?

Die Bundesnetzagentur erreicht seit Jahren eine große Anzahl an Beschwerden zu unerlaubten Werbeanrufen. Allein im vergangenen Jahr gingen dort über 155.000 Beschwerden wegen unerlaubter Telefonwerbung sowie Rufnummernmissbrauch ein. Verbraucherinnen und Verbraucher können sich jedoch mit einfachen Mitteln wehren.

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Die hohe Zahl an Schockanrufen in Kiel und Umgebung rückt den Betrug am Telefon, von dem insbesondere ältere Menschen betroffen sind, wieder einmal in den Fokus. Daher gibt die Polizei Tipps, wie man sich im Fall eines Betrugsversuchs verhalten sollte – oder wie man die Gefahr minimieren kann, Opfer zu werden:

1. Niemals einem Fremden Geld übergeben!


2. Raus aus den Telefonbüchern!
Die Betrüger nehmen sich Regionen und Einträge im Telefonbuch systematisch vor. Sie schauen nach älter klingenden Namen. „Lassen Sie Ihren Eintrag im Telefonbuch löschen oder nehmen Sie zumindest den Vornamen und die Anschrift heraus“, rät Kriminalhauptkommissar Björn Söth.

3. Angehörige mit ins Boot holen!

4. Vorkehrungen bei der Bank treffen!

5. Kein Bargeld zu Hause horten!

6. Gespräch beenden und 110 anrufen!
Auch wenn die Betrüger Sie daran hindern wollen: Legen Sie bei dem kleinsten Verdacht auf und informieren Sie die Polizei über 110. Viele Menschen spielen ihre Vorfälle herunter und wählen deshalb leider die Notruf-Nummer nicht.

7. Machen Sie sich keine Vorwürfe!
Die Betrüger gehen professionell vor, nutzen Ihr Vertrauen und Ihre Gutmütigkeit aus. Wer Opfer einer Betrugsmasche geworden ist, braucht sich nicht zu schämen. Melden Sie den Fall bei der Polizei.

Der Kieler Seniorenbeirat wird das Thema „Polizeiliche Kriminalprävention“ in seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 2. September, ab 10 Uhr im Ratssaal vertiefen. Sicherheitsberater und Präventionsexperten der Kripo informieren am Freitag, 27. August, von 9 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt in Plön. fms

Quellenangabe: Kieler Nachrichten vom 23.08.2021, Seite 24

Betrüger suchen ihre Opfer im Telefonbuch
– so kann man seinen Eintrag löschen lassen

Telefonnummern und Adressen haben die Betrüger häufig aus dem Telefonbuch. Daher ist ein Ratschlag der Polizei, seinen Telefonbucheintrag löschen zu lassen. Doch wie funktioniert das eigentlich?

Wer seinen Eintrag im Telefonbuch löschen lassen will, muss Kontakt mit seinem Telefonanbieter aufnehmen.

Der persönliche Weg ist der Gang in den nächstgelegenen Shop. Dort kann man die Löschung des Telefonbucheintrags in Auftrag geben.
Wichtig ist aber, seinen Ausweis mitzunehmen, um sich als Kunde zu legitimieren. Ratsam kann es auch sein, die letzte Telefonrechnung mit der Kundennummer mitzunehmen.

Den Telefonbucheintrag kann man auch auf der Website der des Anbieters im Kundenbereich löschen. Über das Festnetz-Kundencenter gelangt man zum Menüpunkt „Meine Daten/Telefonbucheintrag“. Dort kann ein Eintrag eingerichtet, geändert oder gelöscht werden.

Es gibt zudem die Möglichkeit, dem Anbieter ein Online-Formular mit den Änderungswünschen zu schicken. Hierzu gibt man in der Suchfunktion auf der Internetseite des Unternehmens „Telefonbucheintrag“ ein und wählt das Fenster „Telefonbucheintrag erstellen, einsehen oder ändern“ aus.

Eine weitere Option kann der Anruf bei der kostenlosen Service-Hotline (bei der Telekom ist das 0800 4540207) sein. Hier sollte man unbedingt vom eigenen Festnetzanschluss aus anrufen und die Kundennummer präsent haben.

Beim Anbieter 1&1 kann der Telefonbucheintrag im Internet im sogenannten Control-Center gelöscht werden. Dort benötigt man Kundennummer und Passwort. Über die Menüpunkte „Meine Daten“, „Einstellungen“, „Telefonbucheintrag“ wählt man die entsprechende Rufnummer sowie „Eintrag löschen“ aus.

Beim Anbieter o2 ist eine Löschung ebenfalls über das Kundenportal möglich: dort unter dem Punkt „Persönliche Daten“ und dann „Telefonbuch Festnetz“ auswählen.

Der Anbieter Vodafone bietet keine Online-Löschung des Telefonbucheintrags an. Hier gibt es ein Formular, das an das Unternehmen geschickt werden kann.

Es ist über die Internetseite (www.vodafone.de) zu erreichen, läuft unter der Formular-Nr. 244. Allerdings kann die Löschung des Eintrags in einem Online-Telefonbuch mehrere Wochen dauern. In der gedruckten Fassung wartet man meistens länger, da Telefonbücher nur einmal im Jahr neu gedruckt werden.

Auszug aus den KN vom 26.08.2021

Hier finden Sie Hinweise der Polizei Schleswig-Holstein zu diesem Thema

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