Tipps zu Ihrem Schutz!

Die hohe Zahl an Schockanrufen in Kiel und Umgebung rückt den Betrug am Telefon, von dem insbesondere ältere Menschen betroffen sind, wieder einmal in den Fokus. Daher gibt die Polizei Tipps, wie man sich im Fall eines Betrugsversuchs verhalten sollte – oder wie man die Gefahr minimieren kann, Opfer zu werden:

1. Niemals einem Fremden Geld übergeben!


2. Raus aus den Telefonbüchern!
Die Betrüger nehmen sich Regionen und Einträge im Telefonbuch systematisch vor. Sie schauen nach älter klingenden Namen. „Lassen Sie Ihren Eintrag im Telefonbuch löschen oder nehmen Sie zumindest den Vornamen und die Anschrift heraus“, rät Kriminalhauptkommissar Björn Söth.

3. Angehörige mit ins Boot holen!

4. Vorkehrungen bei der Bank treffen!

5. Kein Bargeld zu Hause horten!

6. Gespräch beenden und 110 anrufen!
Auch wenn die Betrüger Sie daran hindern wollen: Legen Sie bei dem kleinsten Verdacht auf und informieren Sie die Polizei über 110. Viele Menschen spielen ihre Vorfälle herunter und wählen deshalb leider die Notruf-Nummer nicht.

7. Machen Sie sich keine Vorwürfe!
Die Betrüger gehen professionell vor, nutzen Ihr Vertrauen und Ihre Gutmütigkeit aus. Wer Opfer einer Betrugsmasche geworden ist, braucht sich nicht zu schämen. Melden Sie den Fall bei der Polizei.

Der Kieler Seniorenbeirat wird das Thema „Polizeiliche Kriminalprävention“ in seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 2. September, ab 10 Uhr im Ratssaal vertiefen. Sicherheitsberater und Präventionsexperten der Kripo informieren am Freitag, 27. August, von 9 bis 12 Uhr auf dem Wochenmarkt in Plön. fms

Quellenangabe: Kieler Nachrichten vom 23.08.2021, Seite 24

Betrüger suchen ihre Opfer im Telefonbuch
– so kann man seinen Eintrag löschen lassen

Telefonnummern und Adressen haben die Betrüger häufig aus dem Telefonbuch. Daher ist ein Ratschlag der Polizei, seinen Telefonbucheintrag löschen zu lassen. Doch wie funktioniert das eigentlich?

Wer seinen Eintrag im Telefonbuch löschen lassen will, muss Kontakt mit seinem Telefonanbieter aufnehmen.

Der persönliche Weg ist der Gang in den nächstgelegenen Shop. Dort kann man die Löschung des Telefonbucheintrags in Auftrag geben.
Wichtig ist aber, seinen Ausweis mitzunehmen, um sich als Kunde zu legitimieren. Ratsam kann es auch sein, die letzte Telefonrechnung mit der Kundennummer mitzunehmen.

Den Telefonbucheintrag kann man auch auf der Website der des Anbieters im Kundenbereich löschen. Über das Festnetz-Kundencenter gelangt man zum Menüpunkt „Meine Daten/Telefonbucheintrag“. Dort kann ein Eintrag eingerichtet, geändert oder gelöscht werden.

Es gibt zudem die Möglichkeit, dem Anbieter ein Online-Formular mit den Änderungswünschen zu schicken. Hierzu gibt man in der Suchfunktion auf der Internetseite des Unternehmens „Telefonbucheintrag“ ein und wählt das Fenster „Telefonbucheintrag erstellen, einsehen oder ändern“ aus.

Eine weitere Option kann der Anruf bei der kostenlosen Service-Hotline (bei der Telekom ist das 0800 4540207) sein. Hier sollte man unbedingt vom eigenen Festnetzanschluss aus anrufen und die Kundennummer präsent haben.

Beim Anbieter 1&1 kann der Telefonbucheintrag im Internet im sogenannten Control-Center gelöscht werden. Dort benötigt man Kundennummer und Passwort. Über die Menüpunkte „Meine Daten“, „Einstellungen“, „Telefonbucheintrag“ wählt man die entsprechende Rufnummer sowie „Eintrag löschen“ aus.

Beim Anbieter o2 ist eine Löschung ebenfalls über das Kundenportal möglich: dort unter dem Punkt „Persönliche Daten“ und dann „Telefonbuch Festnetz“ auswählen.

Der Anbieter Vodafone bietet keine Online-Löschung des Telefonbucheintrags an. Hier gibt es ein Formular, das an das Unternehmen geschickt werden kann.

Es ist über die Internetseite (www.vodafone.de) zu erreichen, läuft unter der Formular-Nr. 244. Allerdings kann die Löschung des Eintrags in einem Online-Telefonbuch mehrere Wochen dauern. In der gedruckten Fassung wartet man meistens länger, da Telefonbücher nur einmal im Jahr neu gedruckt werden.

Auszug aus den KN vom 26.08.2021

 

Hier finden Sie Hinweise der Polizei Schleswig-Holstein zu diesem Thema

 

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