Schockanrufe nehmen wieder zu!

Zurzeit versuchen Betrüger in Kiel, vermehrt über Schockanrufe an Geld zu kommen.
Dabei ist die Masche ist dabei nicht neu: Die Anrufer geben sich als Angehörige oder Polizeibeamte aus und meinen, dringend Bargeld zu benötigen.

Sie seien in einen schweren Unfall verwickelt gewesen und bräuchten das Geld, um nicht inhaftiert zu werden. Mit den jüngsten Schockanrufen hatten die Betrüger nach jetzigem Kenntnisstand keinen Erfolg, teilte die Polizei Kiel mit. Alle Betroffenen hätten richtig reagiert und das Gespräch beendet, um im Anschluss die Polizei zu informieren.

Die Polizei warnt deshalb weiterhin: Man solle misstrauisch sein und versuchen, seine Angehörigen zu erreichen. Ebenso solle man keine Auskünfte über Vermögensverhältnisse und auch kein Geld oder Wertgegenstände an fremde Personen geben. Betroffene von Schockanrufen sollen die Polizei über 110 anrufen oder Kontakt zum Kriminaldauerdienst unter Tel. 0431/1603333 aufnehmen.

KN 21.07.2021

Inzwischen existieren weit mehr Varianten als nur Enkeltricks – Jeder Einzelne kann sich aber vor Gefahren schützen

Nicht nur über das Telefon versuchen Trickbetrüger an Geld oder Schmuck zu kommen. Auch direkt an der Haustür suchen sich Täter ihre Opfer. Drückerkolonnen, fliegende Handwerker und zweifelhafte Vertriebskräfte lassen sich einiges einfallen, um in Wohnungen und an Unterschriften zu kommen.

Bei einer Masche geht es den Betrügern darum, auf die Schnelle einen Vertrag für Zeitschriften-Abos, Strom, Fernsehen oder einen Glasfaseranschluss abzuschließen. „Dahinter stecken oft geschulte Vertriebskräfte, die den Überraschungseffekt ausnutzen und Menschen geschickt in Verkaufsgespräche verwickeln“, sagt Lenia Baga, Juristin bei der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Um sich zu schützen, sollten Gespräche mit fremden Besuchern an der Haustür vermieden werden. „Es gibt keine Verpflichtung, irgendjemanden ohne vorherige Terminvereinbarung in die Wohnung zu lassen. Das gilt auch für echte Techniker oder Zählerableser“, sagt Lenia Baga. Falls es doch zu einem Gespräch kommt, sollten direkt an der Haustür keine Verträge unterschrieben werden. „Wer Interesse an einem Angebot hat, lässt sich die Unterlagen am besten aushändigen, liest sie durch und nimmt sich ein paar Tage Zeit zum Überlegen“, empfiehlt Baga. „Wenn es diese Möglichkeit nicht gibt, handelt es sich wohl kaum um ein seriöses Angebot.“

Wer trotz allem unterschrieben hat und das anschließend bereut, kann grundsätzlich den geschlossenen Vertrag schriftlich ohne Angabe von Gründen innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Bei Fragen und Problemen im Zusammenhang mit Verträgen bietet die Verbraucherzentrale Unterstützung unter der Servicenummer 0431/59 09 940.

Auch die Polizei verfügt über ein umfangreiches Präventionsangebot. Im Internet werden Tipps gegeben, um sich gegen Trickbetrüger zu wehren. Außerdem bietet sie regelmäßig Telefonsprechstunden an und kommt auch zu Veranstaltungen.

So waren zwei Beamte erst kürzlich zu Gast in der Fachgruppe „Schutz und Sicherheit“ vom Kieler Beirat für Seniorinnen und Senioren. In der Septembersitzung sollen die Beamten das gesamte Gremium informieren. „Wir haben das Thema aufgegriffen, weil wir merken, dass die Praktiken zunehmen“, sagt Brigitte König, stellvertretende Vorsitzende des Seniorenbeirats.

Dass die Präventionsarbeit Früchte trägt, registriert Uwe Keller, Sprecher beim Landeskriminalamt. „Die erfolgreichen Versuche werden im Vergleich zu den Gesamtversuchen weniger.“ Dennoch sei insgesamt noch viel Aufklärungsarbeit nötig.

Die Polizei warnt besonders vor der Masche der falschen Polizeibeamten, die sich die Pandemie zunutzemachen. Die Täter rufen mit unterdrückter Nummer an und behaupten, dass sie von der Kriminalpolizei seien. In der Wohnung des Angerufenen sei ein bestätigter Corona-Fall gemeldet. Für das gesamte Objekt würde nun eine Quarantäne gelten, und es würden zwei Kollegen vorbeikommen. Einmal in der Wohnung angekommen, versuchen die Betrüger dann an Schmuck oder Bargeld zu gelangen.

Eine weitere Masche, die in der Corona-Zeit versucht wird, ist eine Abwandlung des Enkeltricks. Am Telefon geben sich die Täter als Angehörige aus und behaupten, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Die Kriminellen täuschen vor finanzielle Unterstützung für die Behandlung zu benötigen. Sie bitten ihre Opfer um Geld und andere Wertgegenstände, die ein Freund abholen wird.

Die Polizei rät in solchen Fällen, niemals Geld oder Wertsachen an fremde Personen zu übergeben. Generell sollte der Anrufer aufgefordert werden, den Namen des Enkels oder der Verwandten zu nennen. Jeder verdächtige Anruf sollte bei der Polizei unter 110 gemeldet werden.

Geschulte Vertriebskräfte nutzen den Überraschungseffekt aus und verwickeln in Gespräche.

Quellenangabe: Kieler Nachrichten vom 05.07.2021, Seite 10

Das LKA warnt vor einer neuen Betrugsmasche

Betrüger geben sich als falsche Ärzte aus und locken den angerufenen Personen unter dem Vorwand, dass ein Angehöriger schwer an Corona erkrankt sei und ein teueres – noch nicht auf dem Markt befindliches Medikament benötige, das Geld aus der Tasche.

Bleiben Sie misstrauisch und passen Sie bitte auf sich auf!
Prüfen lieber einmal mehr als zu wenig, die Glaubwürdigkeit! Im Zweifelsfall rufen Sie bei der Polizei die 110 an!

 

Hier finden Sie Hinweise der Polizei Schleswig-Holstein zu diesem Thema

 

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